„Die türkische Gemeinde macht sich unverhohlen zum Lautsprecher türkischer Regierungsstellen“ – und was machen die Armenier?

Jerewan

Kenan Kolat, der Vorsitzende der „Türkischen Gemeinde in Deutschland“, hat sich längst als ein würdiger Nachfolger Hakki Keskins erwiesen. Um das „Sommerloch“ kurz vor den bevorstehenden Bundestagswahlen etwas zu füllen, hat er einen Brief an die Bundeskanzlerin geschrieben und sie darauf hingewiesen, dass der Ausbau des Lepsius-Hauses in Potsdam „die Völkerverständigung zwischen Armeniern und Türken erschweren“ werde. „Die Türken in Deutschland sind traurig und entrüstet bei der Vorstellung, dass die Bundesregierung eine solche Gedenkstätte fördert“, behauptet Kolat. Vier Jahre nach dem Bundestagsbeschluss in „Erinnerung und Gedenken an die Vertreibungen und Massaker an den Armeniern 1915“, die auch die Unterschrift der damaligen Fraktionsvorsitzenden Angela Merkel trägt, hat der TGD-Chef erneut deutlich gemacht, dass sich sein Verband an den Völkermord im Osmanischen Reich weder erinnern noch gedenken will.

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Über Manipulationen und andere „Peinlichkeiten“

Kaskade Jerewan

In einer Presseerklärung hat der Zentralrat der Armenier in Deutschland die Linksfraktion wegen ihrer Kleinen Anfrage im Bundestag scharf angegriffen. Der ZAD-Vorstand, der seit seiner Wahl im Oktober 2007 von einer Krise in die nächste reinrutscht, hat nun mit einer langen Presseerklärung – „Peinliche Diffamierung von Johannes Lepsius durch DIE LINKE“ – ein Lebenszeichen von sich gegeben. Laut Duden bedeutet diffamieren, jemanden besonders übel verleumden. Und verleumden bedeutet, dass man über eine Person etwas unwahres verbreitet mit der Absicht, seinem Ansehen zu schaden. Nun stellt sich die Frage, wieso die Linkspartei plötzlich auf die Idee kommt, Johannes Lepsius zu diffamieren.

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