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Türkische Geschichte und türkische Geschichten

Die Aufgabe der Geschichtswissenschaft besteht darin, anhand gesicherter Quellen die Geschichte zu erforschen, sie darzustellen und kritisch zu deuten. Oft wird sie aber staatlich kontrolliert und dient eher dazu, die Geschichte so darzustellen und zu interpretieren, wie es der Regierung nützlich erscheint. Mustafa Kemal Pascha gründete nicht nur die Republik Türkei, sondern auch das Institut für Türkische Geschichte. Die Türkei zählt zu jenen Ländern, wo noch immer viele Wissenschaftler nach staatlichen Direktiven Geschichten erzählen statt Geschichtswissenschaft zu betreiben. Trotz vieler staatlicher Behinderungen gibt es inzwischen immer mehr Wissenschaftler, Journalisten und Publizisten, die sich kritisch mit der herrschenden Geschichtsdarstellung auseinandersetzen. Das … Weiterlesen …

Hintergründe und Folgen eines von Deutschland finanzierten Versöhnungsprojekts

Im Plenum des Bundestags wurde im April 2005 über ein Thema debattiert, das in Deutschland lange Zeit verdrängt worden war: Der Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich. Der damalige Bundestags-Vizepräsident Norbert Lammert beendete die Debatte mit den Worten, die Abgeordneten seien ihrer „Aufgabe als Vertretung des deutschen Volkes und als politisches Forum der Nation in besonderer Weise gerecht geworden“. In einem zwei Monate später von allen Fraktionen unterstützen Antrag wurde gefordert, dass Deutschland einen Beitrag zur Versöhnung zwischen Türken und Armeniern leisten müsse. Inzwischen ist klar erkennbar, wie die deutsche Regierung ihre Aufgabe „in besonderer Weise“ erfüllt hat. Genozid-Leugnung … Weiterlesen …

Die Türkei – verbrecherischer Staat oder Demokratie?

Die Bedeutung der Türkei hat in den vergangen Jahren beachtlich zugenommen: Sie ist Mitglied im UN-Sicherheitsrat geworden, gehört der G-20 an, in der die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer vertreten sind, und führt seit 2005 Beitrittsverhandlungen mit der EU. Von einem Staat, dessen Gründer sich an Europa orientierten und der seit 1952 Mitglied der NATO ist, würde man denken, er sei sicher demokratisch. Kein geringerer als US-Präsident Barack Obama, der im April 2009 die Türkei besucht hatte, überschüttete das Land mit viel Lob und betonte die „außerordentlich große Bedeutung der Türkei als Bündnispartner der USA“. In seiner Rede in der Nationalversammlung … Weiterlesen …

Über die Notwendigkeit seinen Nachbarn zu kennen

Seit Monaten wird in den Medien über eine Normalisierung der Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien, sowie der Öffnung der Grenze spekuliert. In den türkischen und armenischen Medien werden in Analysen und Kommentaren sehr unterschiedliche Meinungen vertreten. Auffallend ist, dass es sehr viele widersprüchliche Meldungen und Meinungen gibt. Es ist angesichts dieser Lage äußerst schwierig eine Prognose anzustellen, wohin die Verhandlungen führen werden, ob die Grenze wirklich geöffnet wird und ob die beiden Staaten in Kürze diplomatische Beziehungen aufnehmen werden.

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