„Die armenischen Verbände müssen für 2015 ein breites Bündnis schaffen“

Der Historiker Dr. Nikolaus Brauns äußert sich im Interview über die Rolle Deutschlands beim Völkermord an den Armeniern, die Entwicklung seit dem Bundestagsbeschluss vom Juni 2005 und  die Aussichten, wie 2015 das Thema Völkermord im Osmanischen Reich erneut auf die politische Tagesordnung gebracht werden könnte. Toros Sarian: Das Europäische Parlament hat bereits 1987 den Genozid an den Armeniern anerkannt, auch verschiedene nationale Parlamente in Europa und außerhalb Europas haben dies getan; aber in Deutschland kam das Thema erst 2005 auf die Tagesordnung des Bundestags. Warum hat es so lange gedauert, bis auch Deutschland sich der Frage des Genozids an den … Weiterlesen …

„In Deutschland ist noch umfassend Überzeugungsarbeit zu leisten“

Interview mit Dr. Tessa Hofmann über die Petition den §130 StGB zu erweitern und über die Schwierigkeiten, die Forderung nach einer Pönalisierung der Genozidleugnung in Deutschland durchzusetzen. Toros Sarian: Nachdem beide Kammern des französischen Parlaments die Strafbarkeit von Völkermordleugnung beschlossen haben, äußern viele Armenier in Deutschland die Hoffnung, dass Völkermordleugnung auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden kann. Die von Ihnen geleitete Arbeitsgruppe Anerkennung hat offenbar bereits 2008 eine solche Forderung aufgestellt. Können Sie uns Näheres über die Aktivitäten der AGA in diesem Zusammenhang sagen? Dr. Tessa Hofmann: Eine derartige Gesetzesinitiative gehört zu den zentralen Aufgaben einer Menschenrechtsorganisation mit einem Arbeitsprofil, … Weiterlesen …

Völkermord und die „Neutralität“ der Universität Stuttgart

Interview mit Abdulmesih BarAbraham von der „Assyrische Demokratische Organisation“ über die Entscheidung der Universität Stuttgart, keine Räume für eine Veranstaltung über Völkermord an den Assyrern/Aramäern zur Verfügung zu stellen. Für den 28. Mai 2011 sollte an der Universität Stuttgart eine Gedenkveranstaltung zum Völkermord im Osmanischen Reich stattfinden. Die „Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Völkermord, e.V.“, der „Verband der Vereine der Griechen aus Pontos in Europa“ und die „Assyrische Demokratische Organisation“ hatten rechtzeitig bei der Uni einen Raum beantragt. Völlig unerwartet wurde ihnen nur wenige Tage vor dem Veranstaltungstermin mitgeteilt, dass die Uni keine Räume zu Verfügung stellen werde. Als Begründung nannte … Weiterlesen …